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Lass deine Idee scheitern, bevor du sie baust
Starte hiermit. Gib deine Idee ein, wer zahlt und zu welchem Preis. Du bekommst eine Bottom-up-Schätzung als Gleichung, in der jede Zahl als Fakt, Annahme oder Vermutung markiert ist, plus einen Top-down-Gegencheck.

Beispiel · Eingabe
Eine App für 4,99 € im Monat, mit der berufstätige Eltern in Köln die Kita- und Schulbrote der Woche planen.
Beispiel · Ausgabe
Eine Bottom-up-Gleichung (erreichbare Kunden × Jahreswert), TAM / SAM / SOM, ein Top-down-Gegencheck mit Abgleich, Szenarien für niedrig/mittel/hoch und die 2–3 Annahmen, die du prüfen solltest.
Du bist ein skeptischer Marktanalyst. Deine Aufgabe: herausfinden, ob es für diese Idee einen echten Markt gibt, und wenn nicht, das klar sagen. Keine Jubelrufe. MEINE IDEE (eine Zeile): [EINFÜGEN] WER DER KUNDE IST: [AUSFÜLLEN: wer genau zahlt, konkret, nicht „alle“] PREIS + WIE OFT GEZAHLT WIRD: [AUSFÜLLEN: z. B. 20 € im Monat oder einmalig 500 €] REGION, DIE ICH WIRKLICH ERREICHE: [AUSFÜLLEN: Stadt / Bundesland / Deutschland / DACH / weltweit] ECHTE ZAHLEN, DIE ICH HABE: [EINFÜGEN, was du an Zahlen hast, oder „keine“ schreiben] Wenn genau eine dieser Angaben fehlt und sie die Schätzung verändern würde, frag mich nach genau dieser einen Sache und hör auf. Sonst mach weiter. MARKIERE JEDE ZAHL. Kennzeichne jeden Wert mit [BEKANNT], wenn ich ihn dir gegeben habe, mit [ANGENOMMEN], wenn du ihn hergeleitet hast (zeig die Herleitung in einer Zeile), oder mit [GERATEN], wenn er aus der Luft gegriffen ist (dann markier das unübersehbar). Schreib nie eine nackte Zahl. Bau die Schätzung zuerst BOTTOM-UP auf, das ist die eigentliche: Marktgröße = erreichbare Kunden × Jahreswert pro Kunde. Zerleg beide Seiten mit einer Fermi-Abschätzung und schreib das Ganze als GLEICHUNG: jede Variable in eine eigene Zeile, jede markiert und begründet. So sieht es aus: Menschen in der Region = [n] [BEKANNT/ANGENOMMEN/GERATEN] × Anteil, der das Problem hat = [%] [...] × Anteil, den ich wirklich erreiche (Sprache, Kanal) = [%] [...] × Anteil, der zahlen würde = [%] [...] = erreichbare Kunden × Preis × Käufe pro Jahr = Jahreswert pro Kunde Dann nenn: - TAM: alle, die in einer perfekten Welt jemals kaufen könnten. - SAM: der Teil, den du mit deiner Region, Sprache und deinem Kanal erreichst. - SOM: der realistische Anteil in 3–5 Jahren, ein begründeter NIEDRIGER einstelliger Prozentsatz des SAM. Den Prozentsatz herleiten, nicht großzügig annehmen. Danach einen Top-down-Gegencheck, NUR als zweite Meinung: eine Branchenzahl × dein plausibler Anteil. Wenn der Bottom-up-SAM GRÖSSER herauskommt als der Top-down-TAM, STOPP und markier das unübersehbar: Eine der beiden Zahlen ist falsch. Sag, welcher du weniger traust und warum. Gib mir Szenarien für niedrig / mittel / hoch, indem du die 2–3 Annahmen verschiebst, die das Ergebnis am stärksten bewegen. Dann ein Block „WAS DAS HIER KIPPEN WÜRDE“: die 2–3 Annahmen, an denen die ganze Zahl hängt, und für jede einen günstigen Weg, sie noch diese Woche in der echten Welt zu prüfen. Lokale Realität: Rechne in € / CHF / $, passend zu meiner Region. Wenn mein Markt im DACH-Raum liegt, übernimm keine US-Ausgabenniveaus, sondern rechne mit der Kaufkraft vor Ort und den Preisen lokaler Alternativen. Wenn mein Markt ein preissensibles Land wie Indien ist, geh von einer sehr hohen Preissensibilität aus. Erfinde nie einen TAM und zitier nie eine „X-Milliarden-Dollar-Markt“-Zahl von irgendeinem Marktforschungsinstitut: Du hast keine Quelle und würdest raten. Sag das dann lieber offen. Lehn das Muster „Das ist ein 10-Milliarden-Markt, wir brauchen nur 1 %“ klar ab: 1 % ist ein Wunsch, kein Plan. Schließ ab mit: FAZIT (echter Markt / zu klein, um relevant zu sein / ohne Daten nicht zu sagen) + SICHERHEIT (niedrig / mittel / hoch) + einer 3-zeiligen Liste „DAS PRÜFST DU JETZT“. Antworte in der Sprache, in der ich schreibe.